Brathering mit Erbsenpüree
Zutaten
Für das Erbsenpüree
250 g Erbsen
50 g Butter
100 ml Sahne
1 Zwiebel
ggf. etwas Brühe
Salz
Liebstöckel
Für die Heringe
4 Heringe
Mehl
Salz & Pfeffer
Öl
Für den Sud
Wasser
Branntweinessig
1 große Zwiebel
Wacholderbeeren
Lorbeerblätter
Pfefferkörner
Senfkörner
Zucker
Salz
Zubereitung
Heringe mit Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden und in heißem Öl ausbraten
Essig, Wasser, Zwiebeln und Gewürze etwa 5 Minuten kochen.
Den heißen Sud über die Heringe gießen.
Zugedeckt 3–5 Tage kühl ziehen lassen.
Erbsen ca. 1h weich kochen, dann abgießen.
Zwiebel fein würfeln und in Butter glasig dünsten.
Erbsen, Zwiebeln, Sahne, etwas Brühe, Salz und Liebstöckel hinzugeben und grob stampfen.
Ab 1512 lehrte Martin Luther Bibelauslegung an der Universität Wittenberg.
Zur gleichen Zeit stand die Kirche in Rom vor erheblichen finanziellen Herausforderungen: Der Neubau des Petersdoms erforderte enorme Mittel. Zur Finanzierung wurde der Ablasshandel ausgeweitet und systematisch organisiert.
Dabei wurde die Vergebung zeitlicher Sündenstrafen gegen Geldzahlungen in Aussicht gestellt. Ein zeitgenössisch überlieferter Merkspruch brachte diese Praxis auf den Punkt:
„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“
Luther stellte diese Lehre entschieden infrage.
Nach seinem theologischen Verständnis konnte Erlösung nicht durch finanzielle Leistungen erlangt werden, sondern allein durch Glauben und persönliche Frömmigkeit.
Im Jahr 1517 formulierte er seine 95 Thesen und verbreitete sie als Grundlage für eine gelehrte Debatte. Doch durch den Einsatz der noch jungen Druckerpresse wurden die Texte innerhalb kurzer Zeit in weiten Teilen Europas bekannt.
Die Folgen reichten weit über eine akademische Auseinandersetzung hinaus.
Städte, Fürsten und ganze Territorien schlossen sich der Reformation an und bildeten eigene Zweige und Lehren.
Religiöse Fragen verbanden sich zunehmend mit politischen Interessen und führten zu anhaltenden Konflikten.
Luther selbst wurde verhört und schließlich exkommuniziert. Nach dem Bruch mit der römischen Kirche heiratete er Katharina von Bora, die in seinen Briefen mehrfach erwähnt wird – unter anderem für ihr selbstgebrautes Bier.
1555 wurde mit dem Augsburger Religionsfrieden ein rechtlicher Rahmen geschaffen. Er legte fest, dass die Konfession eines Territoriums vom jeweiligen Landesherrn bestimmt wurde Diese Regelung brachte aber auch nur eine vorübergehende Stabilisierung.
Die konfessionellen Spannungen entluden sich schließlich im Dreißigjährigen Krieg. Erst 1648, nach Jahrzehnten der Gewalt und dem Verlust von fast 1/3 der europäischen Bevölkerung, einigte man sich auf eine neue politische Ordnung, in der die Konfession eines Gebiets vom jeweiligen Landesherrn bestimmt wurde, verbunden mit begrenzter Duldung Andersgläubiger.
So viel zu Kettenreaktionen.
Quellen:
Anton Lauterbach: Tischreden Martin Luthers, Bd. 2. Zeitgenössische Mitschriften aus dem Umfeld Luthers.
Albrecht Thoma: Katharina von Bora. Geschichtliches Lebensbild. Berlin, 1900. (mit Verweisen auf Briefe und Tischreden).
Küchenmeister: Luthers Krankengeschichte, Leipzig, 1881, S. 111.
Viel Spaß beim Nachkochen!