Spaghetti Pommodoro

Zutaten

  • Reife Tomaten

  • Salz

  • Pfeffer

  • Schweineschmalz oder Butter

  • Pasta

Zubereitung

  1. Reife Tomaten halbieren oder vierteln. Die Samen und das wässrige Innere entfernen.

  2. Die vorbereiteten Tomaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kochen. Dabei regelmäßig umrühren, damit sie schneller weich werden und nicht anbrennen.

  3. Sobald die Tomaten vollständig weich gekocht sind, durch ein Sieb streichen, um eine glatte Flüssigkeit zu erhalten.

  4. Die passierte Tomatenflüssigkeit zurück in den Topf geben und über dem Feuer weiter köcheln lassen, bis sie deutlich eindickt.

  5. Mit Salz und Pfeffer und Schweineschmalz abschmecken.

 

Selbst Goethe schreibt in seinem Reisebericht in höchsten Tönen über die Makkaroni Speise, die für geringen Preis in den Straßen von Neapel zu haben ist. Bevor jedoch die Tomate auf die Pasta traf, wurden sie eigentlich simpel mit Käse angemacht und mit den Händen gegessen.

Ziemlich sicher war es auch hier, in den Straßen von Neapel, dass sich Pasta und Tomate endlich vereinten. Hat nur leider niemand aufgeschrieben. Erst als auch der höfische Adel Teil an der leckeren Pasta haben wollte, fand sie ihren Weg in ein Kochbuch. Im gleichen Zug wurde die Gabel um eine vierte Zinke erweitert. Davor diente sie mit zwei oder drei Zinken lediglich zum Aufspießen von Fleisch, nun mussten sich damit aber die langen Nudeln aufrollen lassen.

Rezept von Cavalcanti

“Nimm reife Tomaten, spalte sie, und entferne die Samen und das wässrige Innere, das darin ist, gib sie in einen Topf, und rühre sie ständig um, damit sie schneller garen, wenn sie ganz weich/gekocht sind, streiche sie durch ein Sieb, und diese Flüssigkeit lässt du über dem Feuer einkochen (dick werden), gib Salz und Pfeffer dazu, und Schweineschmalz, wenn du sie brauchst, um Makkaroni oder jede andere kleine Pasta anzumachen; wenn sie dir aber für gekochtes Fleisch, Eier, Huhn oder Fisch dienen soll, dann gib kein Schmalz hinein, sondern ein wenig Butter wäre gut.

Ist diese Sauce so gemacht, ist sie hervorragend, um darin die Vermicelli zu schwenken, und wenn man sie dann mit gutem Öl abschmeckt, werden sie noch besser und schmackhafter.”

Quellen

  • Smith, Andrew F. (1994): The Tomato in America: Early History, Culture, and Cookery.

  • Gentilcore, David (2010): Pomodoro! A History of the Tomato in Italy.

  • Latini, Antonio (1692): Lo scalco alla moderna.

  • Cavalcanti, Ippolito (1837): Cucina teorico-pratica.

  • Montanari, Massimo (2010): Let the Meatballs Rest: And Other Stories About Food and Culture.

• • Goethe, Johann Wolfgang von: Italienische Reise.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

Weiter
Weiter

Ceasars Salad